Pötters Platt Siete! |
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O
t t o P ö t t e r
(* 22.05.1948) „...
gelingt es, augenzwinkernd und liebevoll die Seele der eher stillen Münsterländer
sichtbar zu machen.“ (Münsterländische Volkszeitung, 27.9.2003). Seit eh und je
wurde in Wadelheim bis auf den Tag „Platt geküert“.
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In einer Buchbesprechung von Pfarrer Erich Elpers,
Vic. Coop, heißt es:
„Wer
sich in die Seele der Plattdeutschen Sprache einlesen und einfühlen will, der
muss, Hackemaih, das Buch von Otto Pötter unbedingt in seinem Bücherregal
haben, damit er es nicht nur einmal liest, sondern damit er immer wieder die Möglichkeit
hat, kleine Geschichten aus dem Alltag und Anekdoten aus dem „Leben hier vor
Ort“ nachzulesen. Öfter und immer wieder ist mein Tipp.
Otto Pötter vermittelt in seinem Buch nicht nur die Plattdeutsche Sprache, nein er führt in die Tiefe der Seele des Plattdeutschen in unserer Region. Der Leser entdeckt, dass die Plattdeutsche Sprache nicht in erster Linie eine Döhnkes-Sprache ist, sondern dass sie alle Höhen und Tiefen des Lebens, alle Arten der menschlichen Befindlichkeiten einfängt. Sie bringt das Innere des Menschen ans Licht, die Freuden und die Traurigkeiten, Nöte und Ängste, den Spaß und die Melancholie, die Schärfe des Verstandes, die Ironie gleichermaßen wie die Beschwingtheit der Seele.
Diese Geschichten habe ich geradezu verschlungen, bildlich, fast filmisch liefen sie vor meinem geistigen Auge und erfüllten mich mit Dankbarkeit, dass ich selber Münsterländer bin und als erste Sprache meines Lebens Platt gelernt habe – für jeden „mit Emswasser Getauften“ gut verständlich zu lesen. In diesem Buch zeigt sich: Viele Lebenswahrheiten und Lebensweisheiten, kann man auf Hochdeutsch nicht so treffend und wärmend aussprechen. Hier, auf Platt, wird das Herz angesprochen.
Wer die Vielfalt und Innerlichkeit von Plattdeutsch
entdecken und erfahren will, der sollte unbedingt diese kleine aber feine
Plattdeutsche Fibel lesen – jederzeit ist es auch ein schönes Geschenk!
H
a c k e m a i h
Alltagsgeschichten up Platt, Verlag Aschendorff, Münster, ISBN
978-3-402-12756-8, fester Einband, 128 S.,
14,80 Euro.“
Hackemaih heißt auch die gern gelesene plattdeutsche Kolumne, die
seit 2005 von ihm in der Wochenendausgabe der Münsterländischen Volkszeitung
erscheint. Es ist bekannt, dass viele Leser und Liebhaber der plattdeutschen
Sprache diese Artikel ausschneiden und sammeln.
Auch schreibt unser Wadelheimer Autor regelmäßig für
Regionalzeitschriften und das Jahrbuch Westfalen. Der Westdeutsche Rundfunk
produzierte von ihm mehrere plattdeutsche Features und Hörspiele. Im „Radio Münsterland“
(WDR 1) sprach er von 1988 – 1998 jeweils kurz vor den 8-Uhr-Nachrichten kurze
Kommentare zu plattdeutschen Sprichwörtern und Redensarten.
Notizen v

Buchbesprechung von
Alfred Brömmelhaus
Im Münster- und
Emsland zählt Otto Pötter aus Rheine zu den bekanntesten und
meistgelesenen plattdeutschen Autoren. Nachdem er mit Hackemaih und
Kalennerblättkes bereits zwei sehr erfolgreiche plattdeutsche Titel
veröffentlicht hat, legt er nun mit den Notizen von Fietsen un Miezen
sein drittes Buch vor, auf das viele schon gewartet haben. Kein Wunder,
mit seinen gekonnt und leicht erzählten Episoden und Gedichten, die mal
heiter, mal „sinnig“ sind, versteht er es, dem Leser das angenehme Gefühl
zu hinterlassen, er habe gerade mit einem guten alten Bekannten ein
richtig schönes Schwätzchen gehalten.
Egal welche
Geschichte man liest, man hat immer das angenehme Gefühl, frohmütiger, ja,
oft sogar etwas weitsichtiger und achtsamer geworden zu sein. Denn mit
feinen Worten berührt der Autor stets die Seele des Lesers. Die liebevoll
geschriebenen Erzählungen machen munter im Kopf und warm ums Herz; sie
unterhalten so „richtig schön up Platt“.
Seite für Seite offenbart sich mit einem schelmischen Augenzwinkern die
menschliche Wärme des Plattdeutschen. Denn in unserer alten Sprache lassen
sich die natürlichen Begebenheiten des Lebens viel besser ausdrücken als
im Hochdeutschen. Das Buch ist ein Beweis dafür, wie wichtig unsere
wunderschöne alte Sprache für unser menschliches Empfinden ist. Leider
wissen viele nichts mehr damit anzufangen. Da hört man oft, gerade von
jungen Leuten: „Platt sprechen kann ich nicht (mehr), aber wenigstens
verstehe ich noch was davon.“ Es wäre schade, wenn eines Tages dieses
unwiederbringliche Kulturgut für immer verloren ginge. Deshalb kann dieses
schöne Buch jedem Münster- und Emsländer – egal „aus welcher Ecke“ – nur
wärmstens empfohlen werden. Jeder kann es lesen, der sich Ruhe dafür
nimmt. Gut sind auch die eingestreuten hochdeutschen Übersetzungen. Dabei
lernt man so ganz nebenbei noch allerlei originelle Wörter und Redensarten
von „use schöne Platt“.
Die Notizen
enthalten Erzählungen aus dem Alltag, nette Döönkes, Nachdenkliches,
schöne Naturbeschreibungen und „was von früher“. Mit diesen literarischen
Köstlichkeiten trägt der weithin bekannte Autor aus Rheine auf hohem
Niveau dazu bei, dass das Plattdeutsche auch weiterhin mit feinen Sinnen
gepflegt wird. Wer dieses Buch zur Hand nimmt und darin liest, wird es
kaum weglegen, bis er es vollständig gelesen hat. Das zeigt: Was dieser
Mann schreibt, das „ist Klasse“. So, wie es sich messen lassen kann, was
Otto Pötter zu Papier bringt, kann sich auch sehen lassen, was der
Berliner Künstler und Grafiker Markus Pötter zu diesem Buch an
Illustrationen beigetragen hat. Seine gelungenen Bilder runden die Texte
auf schöne und ansprechende Weise ab und schaffen es, das Buch noch
kurzweiliger zu machen.
Das ist Plattdeutsch vom Feinsten
Seite für Seite reines Lesevergnügen
Unterhaltsame Geschichten und nette Döönkes versprechen Seite für Seite
reines Lesevergnügen. Für jeden gut zu lesen, eignet sich „düt fiene
Bööksken“ jederzeit für alle Anlässe – es ist ein Bestseller
überregionaler Heimatliteratur. Denn:
Mit seinen gekonnt und leicht erzählten Episoden und Gedichten,
schönen Naturbeschreibungen oder „auk es wat Sinniges“, versteht es Otto
Pötter, dem Leser das angenehme Gefühl zu hinterlassen, er habe gerade mit
einem guten alten Bekannten so ein richtig schönes Schwätzchen gehalten.
Otto Pötter:
Notizen von Fietsen un Miezen
-
Aschendorff Verlag,
Münster, ISBN 978-3-402-12861-9, 160 Seiten,
14,80
Euro

Buchbesprechung von Pater Hermann Bickel (SVD)
Es gibt Bücher, die sind zeitlos ansprechend und
gehören in jeden gut sortierten Bücherschrank. Geht es um die echte
heimische Lebensart hier vor Ort, so dürfen die amüsanten plattdeutschen
Kalendergeschichten von Otto Pötter nicht fehlen; sie lassen sich immer
wieder „fein lesen“. Beim Gang durch das Jahr eröffnen sich zeit-gemäße
Bilder aus dem Leben vor Ort, die zum Nachdenken und Schmunzeln
anregen. Typisch, die dröögen und doch so heiteren Döönkes; treffend, die
vielsagenden Geschichten mit den passend dazu schönen Gedichten; „beschaulich“,
die malerischen Naturbeschreibungen im Wechsel der Jahreszeiten – und all
das einfühlsam und gekonnt illustriert von Markus Pötter.
Kalennerblättkes – dieses Kultbuch des Münsterlandes ist Seite für
Seite reines Lesevergnügen!
Otto Pötter ist
ein Mundartdichter aus Rheine, der den Leuten aufs Maul schaut und so
warmherzig und ehrlich schreibt, wie er denkt und empfindet. Nach
Hackemaih (ebenso empfehlenswert) ist ihm mal wieder ein Buch
gelungen, das so richtig „zu uns hier“ passt: Reinharuut, derbe weg und
doch geschrieben „met fien Geföhl“. Otto Pötter macht das Platt nicht
platt – immer schreibt er liebenswürdig, mit wachen Sinnen und feiner
Feder; auch für ungeübte Mundartleser gut zu lesen. Behutsam stellt er
zeitgemäße Fragen, erhellt jahresbedingte Gewohnheiten, baut Erfahrungen
und Erlebnisse aus seiner Kindheit mit ein, erläutert kundig alte Bräuche
und Bezeichnungen, die schon fast unbekannt sind und verwebt die Texte mit
passenden Zitaten und netten Gedichten. Gut und hilfreich sind die
eingestreuten hochdeutschen Übersetzungen alter bzw. nur regional
bekannter Wörter und Redensarten; eine wahre niederdeutsche Fundgrube!
Der „Autor mit
dem Blick für mehr“ ist niemals überheblich belehrend, sondern stets
liebevoll und augenzwinkernd um Verständnis werbend. Wohltuend spürt man
dabei sein großes Wissen aus Geschichte und Heimatkunde, Psychologie und
Religionsphilosophie. All das zeitnah, ohne Verklärung oder Heimattümelei,
mit Esprit und herzerfrischendem Humor im besten Platt; mal zart und
anrührend wie zum Beispiel in den zauberhaften Naturschilderungen; mal
gewitzt und wortschöpferisch wie „stopping statt shopping“ oder, wie in
den zahlreichen lustigen Döönkes, auch kauzig und schelmisch.
Für jeden gut zu
lesen, eignet sich das empfehlenswerte Buch jederzeit für alle Anlässe, so
auch als originelles Geschenk aus unserer Region des Ems- und
Münsterlandes. Wer die Vielfalt und Innerlichkeit von „Plattdeutsch heute“
entdecken und erfahren will, der sollte es unbedingt und immer wieder
lesen, „düt fiene Bööksken up Platt“.