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Die Bahnstrecke Rheine - Ochtrup
Zu beginn des Jahres 1902 stimmte der preußische Landtag einstimmig für den Bau der Eisenbahn von Rheine nach Ochtrup. Durch einen Trick konnte man die Abgeordneten von der Notwendigkeit der Bahnlinie "überzeugen!" Die zu der Zeit in Rothenberge gefundenen Eisenerze wurden für abbauwürdig erklärt und sollten zusammen mit dem Kalkabbau auf dem Thieberg bei Rheine und der Textilindustrie für das nötige Frachtaufkommen sorgen. Im April 1902 wurde mit der Vermessung der Strecke begonnen, die von Rheine über Wadelheim, Neuenkirchen, Maxhafen, Wettringen, Wellbergen und Langenhorst nach Ochtrup verlief. Am 14.Oktober 1905 wurde die Strecke feierlich eröffnet. Die Hauptnutznießer der Eisenbahn waren, die Gemeinden Neuenkirchen und Wettringen, die bei anderen Bahnprojekten in der Region noch nicht berücksichtigt wurden. Fahrplan Strecke Rheine-Gronau Westf. (195b) Sommer 1934 Während des zweiten Weltkrieges gab es kurzeitig eine direkte Verbindung von Wadelheim zum Block Bentlage, um den Rheiner Bahnhof zu umfahren, doch auf dieser Strecke ist laut Aussauge des Chronisten kein Zug gefahren, denn der Krieg war zu Ende und die Strecke wurde nicht mehr benötigt. Vor ihrer Fertigstellung war die Strecke aber noch Ziel einiger Luftangriffe, bei denen auch einige Häuser in der näheren Umgebung getroffen wurden. Geleisplan Wadelheim
Weder Kalkindustrie noch die Erzverladung sorgten für Frachtaufkommen und der Personenverkehr war nach dem Krieg unrentabel. Bereits am 27.09.1969 wurde der Personenverkehr eingestellt und auf Busse umgestellt. Am 29.9.1984 erfolgte die Streckenstilllegung des Teilstücks Ochtrup Wettringen. Danach gab noch eine werktägliche Übergabe von Rheine bis Wettringen, bei dem der Landhandel in Neuenkirchen und Wettringen sowie das Kieswerk in Offlum bedient wurden. Am 30.12.1988 fuhr auch hier die letzte Übergabe. Zuvor gab es aber am 11.12.1988 noch eine Sonderfahrt von Wettringen nach Bremen. Bereits am 7.04.1989 wurde in Wadelheim die Strecke erstmals unterbrochen, um die B70n weiterbauen zu können, der Rest der Strecke folgte bald. Ab 1957 begann der Bahnhof Wadelheim zu sterben. Am 30.06.1960 endete die Expressgutabvertigung am Zuge und zum 30.06.1962 folgt die Aufhebung der Abfertigungsbefugnis für Personen und Gepäck. Zum 01.09.1963 wird die Ladestelle Wadelheim in Tarifbahnhof Rheine mgewandelt. Das Bahnhofsgebäude wurde dann in den in den Sechzigern entfernt und dem Gelände siedelte sich später ein Schrottplatz an, der auch einen Gleisanschluss hatte und von 1970 bis etwa 1984 bedient wurde. Zum 27.09.1986 wurde die Ladestelle Wadelheim geschlossen. Das Haus für die Bahnbeamten und ein Nebengebäude stand noch bis in die Neunziger.
Einige Zeit nach Einstellung des Bahnbetriebs gab es noch Transporte von Waggons mit Straßenrollern, vor allem zum Kieswerk in Offlum. Heute ist fast die ganze Strecke ein Radweg und es wird wahrscheinlich auch nie wieder eine Bahnlinie an dieser Stelle geben! Hier den Rest der Strecke in Bildern
Doch ganz ohne Eisenbahn ist Wadelheim doch noch nicht, denn es gibt zum Einen die Uhlenhooker Feldbahn und das Münsterländische Feldbahnmuseum.
Die blaue Linie (außer die Stichstrecke zur Neuenkirchener Straße) ist die ehemalige Bahnstrecke nach Wettringen. Heute der Radweg Rheine-Wettringen. Eine Brücke über die B70 gibt es dort nicht, der Strich dient nur der besseren Veranschaulichung. Bahnradeln Ochtrup Rheine und andere Strecken
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